Die besten Ferngläser im Test

Letzte Aktualisierung am 10.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Im Handel gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Ferngläser zu kaufen, sodass die Auswahl sehr groß ist. Welches Fernglas das passende ist hängt davon ab, wo es verwendet werden soll und was man aus der Ferne beobachten möchte. Um die Kaufentscheidung zu erleichtern informieren wir über verschiedene Fernglasarten und mögliche Funktionen.

Verschiedene Arten von Ferngläsern

Es gibt unterschiedliche Fernglasarten, wobei folgend die beliebtesten Modelle vorgestellt werden:

8×20

Diese kompakten Ferngläser sind nur rund 250 Gramm schwer und sind somit bequem und problemlos mitzunehmen. Bei diesen Modellen ist jedoch das Sehfeld eingeschränkt. Zudem ist die Dämmerungsleistung schwach.

8×32

Diese etwa 600 Gramm schweren Ferngläser eignen sich für Einsteiger, die keine speziellen Anforderungen stellen. Auch bei diesen Modellen ist das Sehfeld eher klein. Die Austrittspupille misst vier Millimeter, sodass es noch am Anfang der Dämmerung genutzt werden kann.

7×42

Das Gewicht dieser Ferngläser beläuft sich auf ungefähr 800 Gramm. Aufgrund des höheren Gewichts lässt sich solch ein Fernglas einfacher ruhig halten. Das Sehfeld ist größer als bei den beiden vorgenannten Ferngläsern und beträgt bis zu 150 Metern. Mit einer sechs Millimeter großen Austrittspupille weisen die Ferngläser eine gute Dämmerungsleistung auf.

10×42

Diese Ferngläser werden unter anderem von Ornithologen geschätzt, denn durch die hohe Vergrößerung lassen sich Details gut erkennen. Das Sehfeld beläuft sich auf bis zu 115 Metern und das Gewicht beträgt maximal 800 Gramm. Somit lassen sich auch diese Ferngläser gut ruhig halten.

8×56

8×56 Ferngläser weisen eine hohe Lichtstärke auf,  sodass sie in der Dämmerung hervorragend verwendet werden können. Zudem ist eine sehr gute Detailerkennung möglich. Solche Modelle werden besonders von Jägern ausgewählt.

Die wichtigsten Kriterien für den Fernglaskauf

Im Shop stehen unterschiedliche Ferngläser zur Verfügung. Für die Kaufentscheidung sind vor allem folgende Punkte relevant: Gewicht, Vergrößerung, Glas, Austrittspupille und Sehfeld.

Gewicht des Fernglases

Schwere Ferngläser können in der Regel einfacher ruhig gehalten werden – ausgenommen die mehr als zwei Kilogramm wiegenden Ferngläser, die für astronomische Beobachtungen verwendet werden. Ferngläser mit einem höheren Gewicht sind jedoch beim Tragen eher unvorteilhaft. Pocket Ferngläser wiegen rund 200 Gramm und diese Modelle lassen sich natürlich einfach mitnehmen, da das geringe Gewicht nicht stört. Allerdings fällt das Ruhighalten bei diesen leichten Ferngläsern wesentlich schwerer.

Ratsam ist es ein Fernglas zu wählen, das mindestens 700 Gramm und maximal ein Kilogramm wiegt. In dieser Gewichtsspanne sind die Ferngläser gut zu handhaben und lassen sich auch gut ruhig halten.

Vergrößerungsfaktor

Die beste Handhabung ist mit den Vergrößerungsfaktoren 8 und 10 gegeben. 8fache oder 10fache Vergrößerung bedeutet: Das beobachtete Objekt erscheint in einer Entfernung von 100 Metern so groß, als läge zwischen Beobachter und Objekt nur eine Distanz von acht bzw. zehn Metern.

Bei einer höheren Distanz kann das Fernglas nicht mehr per Hand ruhig gehalten werden. Dann wird entweder ein Stativ notwendig oder das Fernglas sollte mit Bildstabilisator ausgerüstet sein.

Glas des Fernglases

Beim Kauf sollte unbedingt auf hochwertiges Glas und eine sehr gute Glasverarbeitung geachtet werden. Der Anschaffungspreis macht sich auch auf die Qualität des Glases bemerkbar. Zum Beispiel sind hochwertige Gläser tropentauglich und wasserdicht. Sie sind mit Naturkautschuk statt mit Gummi gefertigt. Außerdem lassen sich diese Gläser reparieren.

Bei diesem Punkt kommt es natürlich darauf an, wie oft das Fernglas genutzt wird. Bei nur seltenem Gebrauch kann ein preiswertes Glas ausreichen. Hat man aber einmal durch ein hochwertiges Glas geschaut, möchte man diese Qualität nicht mehr missen.

Austrittspupille des Fernglases

Je nachdem welche Lichtverhältnisse vorherrschen, muss die Austrittspupille größer oder kleiner sein. Bei schlechtem Licht, beispielsweise in der Dämmerung, muss die Austrittspupille somit höher sein und mindestens sechs Millimeter betragen. Für normale Lichtverhältnisse ist eine vier Millimeter große Austrittspupille ausreichend.

Sehfeld des Fernglases

Die Angabe des Sehfeldes geschieht in Grad oder Meter. Ein Grad entspricht ungefähr 17,5 Meter. Das Okularsehfeld sollte mindestens 55 Grad aufweisen.

Weitere Kaufkriterien

  • Outdoortaugliche Ferngläser müssen robust gebaut sein. Damit sie bequem getragen werden können, zeichnen sich diese Ferngläser durch ein entsprechendes Gewicht und eine kompakte Bauart aus. Damit auch bei schlechten Lichtverhältnissen und auf weite Entfernung scharfe Bilder zu erkennen sind, sollte auf hochwertige Outdoor-Ferngläser gegriffen werden. Diese sind mit Linsen ausgestattet, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Außerdem sollte das Fernglas wasserdicht sein, damit es vor Nebel und Regen geschützt ist.
  • Ferngläser mit Bildstabilisator erzielen scharfe und klare Bilder. Hält man ein Fernglas in der Hand, fällt es oft schwer, über längere Zeit das Gerät ruhig zu halten. Der Bildstabilisator gleicht die Bewegungen aus, sodass die Bilder klar und scharf sind.

Zu bedenken ist jedoch, dass Ferngläser mit Bildstabilisator in der Regel etwas schwerer und größer sind. Auch reagieren diese Ferngläser empfindlicher auf Stürze oder Stöße. Das Gewicht lässt sich jedoch mit einer ergonomischen Gestaltung kompensieren, sodass auf die Bauform des Fernglases geachtet werden sollte.

Bildstabilisierende Ferngläser benötigen Batterien. Um nicht unnötig Energie zu verbrauchen sollte das Fernglas über eine Funktion verfügen, durch die der Bildstabilisator nur bei Bedarf aktiviert werden kann.

  • Manche Ferngläser sind mit einer Digital-Kamera ausgestattet, sodass die Beobachtungen aufgenommen werden können. Je nach Modell lassen sich nicht nur Bilder, sondern auch Videos aufnehmen.
  • Für eine sehr präzise Beobachtung sind Ferngläser mit Entfernungsmesser zu empfehlen.
  • Ein Zoom Fernglas bietet keine feste Vergrößerung, sondern die Vergrößerung lässt sich stufenlos verändern.

Ein Fernglas Test ist zudem ein hilfreiches Mittel, um Ferngläser zu vergleichen und die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Fernglas Stative für längere Beobachtungen

Wer über längere Zeit etwas beobachten möchte, kommt um ein Stativ nicht herum. Besonders bei schwereren Ferngläsern ist ein ruhiges Halten über einen längeren Zeitraum kaum möglich. Auf dem Markt sind unterschiedliche Stative zu erhalten, zum Beispiel folgende:

  • Dreibeinstative – Diese Stative sind höhenverstellbar und können somit auf die individuelle Körpergröße eingestellt werden. Bei den meisten Modellen lassen sich die Beine einzeln einstellen. Dadurch können Dreibeinstative auch auf einem unebenen Boden oder in Hanglage aufgestellt werden. Empfehlenswert sind Modelle mit beweglichem Panoramakopf, denn damit wird ein Rundumblick möglich.
  • Einbeinstative – Das einbeinige Stativ muss festgehalten werden, da es nicht von alleine steht. Diese Stative sind dann sinnvoll, wenn bei Beobachtungen oft die Position geändert wird oder häufige seitliche Bewegungen vollführt werden. Einbeinstative lassen sich außerdem besser mitnehmen, da sie wenig Platz brauchen und somit leicht in einer Tasche verstaut werden können.
  • Tischstative – Tischstative werden – wie der Name bereits aussagt – auf einem Tisch aufgebaut und sind somit wesentlich kleiner und leichter als die klassischen Dreibeinstative. Dadurch sind sie leichter zu verstauen und mitzunehmen.
  • Fensterstative – Diese kleinen und praktischen Stative bieten eine flexible Lösung an, um über längere Zeit beobachten zu können. Das Fernglas wird mit Klemmen und Klammern fixiert und dies ist unter anderem an Fenstern, Zäunen, Tischen, Türen, Autoscheiben und vielen weiteren Gegenständen möglich.